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Zurück zur Sprachfähigkeit - DianaKlinik bietet Musiktherapie in der Behandlung von Aphasie an

Seit Dezember 2012 hat die DianaKlinik ihr Therapieangebot für Patienten in der seit August dieses Jahres eingeführten Musiktherapie um die Melodische Intonationstherapie (MIT) erweitert. Elke Rohde, Musiktherapeutin (M.A.), wendet sich mit dieser Methode insbesondere an Patienten in der Spätrehabilitation, die beispielsweise nach einem Schlaganfall in ihrer sprachlichen Äußerungsfähigkeit eingeschränkt sind, wie z. B. bei Broca-Aphasie oder Sprechapraxie.

Musik spricht verschiedene Bereich des Gehirns an.
„Während die Sprache vor allem in der linken Hemisphäre des Gehirns entsteht, wird Musik in verschiedenen Arealen in beiden Gehirnhälften verarbeitet. Singen ist meistens also noch möglich, auch wenn die Sprachfähigkeit stark eingeschränkt ist“, sagt Elke Rohde. Die Melodische Intonationstherapie eignet sich besonders bei Patienten mit einer nichtflüssigen Aphasie, die über ein relativ gutes Sprachverständnis verfügen, oft aber Worte nur schwer hervorbringen können.

Fast immer bedeutet eine Aphasie für die Betroffenen eine erhebliche psychische Belastung. Daher stehen in der Musiktherapie gleichzeitig funktionale und emotionale Ziele im Fokus der Behandlung. Während bei funktionalen Zielen die Anregung der Sprachproduktion und die Verbesserung des Sprachverständnisses angestrebt werden, geht es bei emotionalen Zielstellungen darum, dass die Patienten mit Hilfe der freien Improvisation auf leicht spielbaren Musikinstrumenten oder mit Hilfe ihrer Stimme eine Ausdrucksmöglichkeit für ihre Gefühle finden, um ihre Situation dadurch besser verarbeiten zu können. Gleichzeitig können sich Patienten im musikalischen Spiel als aktive Kommunikations- und Interaktionspartner erleben, was für viele ein wichtiger Schritt aus der Isolierung darstellt. „Fällt einem Patienten beim Singen das Wiedergeben eines Liedtextes schwer, arbeite ich im Sinne des Intonationsansatzes gezielt an einzelnen Phrasen oder Strophen in dem Lied. Ergänzt wird dieses Intonieren durch rhythmisches Klopfen der linken Hand des Patienten“, so Elke Rohde. Auf diese Weise können auch alltags- und situationsrelevante Wörter und Sätze eingeübt werden.

Einzel- und Gruppentherapie
Angeboten werden Einzel- und Gruppensettings. Stehen bei Patienten mit einer Aphasie sehr individuelle Ziele im Vordergrund, erhält der Patient 2 Mal pro Woche im Gruppenraum 6 (EG1) eine 30minütige Einzeltherapie. Geht es hingegen mehr um die Förderung der interpersonellen Fähigkeiten, stehen ebenfalls 2 Mal wöchentlich 2 verschiedene Gruppenangebote zur Auswahl, die jeweils 45 Minuten dauern. Häufig erhalten Patienten zunächst ausschließlich eine Einzeltherapie und nehmen im weiteren Verlauf auch an der Gruppenmusiktherapie teil.



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